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Weihnachten ist ja bekanntlich das Fest der Liebe. Diese weihnachtliche Liebe äußern wir, indem wir Zeit mit unseren Liebsten verbringen, sie beschenken und zusammen feiern. Dabei vergessen wir gerne etwas, das unsere Liebe und Fürsorge allerdings bitter nötig hat: die Umwelt! Das ganze Jahr über versuchen wir Müll zu trennen, mehr öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und den Verbrauch von Verpackungsmaterial zu reduzieren. Nur an Weihnachten scheint bei vielen der Klimawandel und CO2-Ausstoß keine Rolle zu spielen. Bäume werden abgeholzt, Weihnachtsbeleuchtung verbraucht mehr Strom und unzählige Produkte schippern um die Welt. In Zeiten des Klimawandels und der globalen Erwärmung sollten solche Umweltsünden allerdings auch in der Weihnachtszeit vermieden werden. Doch wie genau kannst du dein persönliches Weihnachten nachhaltiger gestalten?

Der wirklich „grüne“ Weihnachtsbaum

Öko-Weihnachtsbäume sind besser für unsere Umwelt und der erste Schritt zu einer nachhaltigen Weihnacht.

Wer kennt ihn nicht? Den frischen Tannennadelduft, der einem in die Nase strömt, wenn man das Wohnzimmer betritt. Doch ist die geschmückte Tanne im Haus wirklich so grün, wie sie aussieht? Ein Großteil der Weihnachtsbäume wurde in Monokulturen gezüchtet und ausgiebig gespritzt. Insbesondere Tannenbäume haben außerdem oft eine lange Reise hinter sich, weil sie oft aus nordischen Ländern importiert werden. Wer beim Christbaumkauf auf die Umwelt achten möchte, der sollte zum Öko-Weihnachtsbaum greifen. Heimische Bäume sind Fichten und Kiefern. Bäume mit Naturland- oder Bioland-Siegel stammen außerdem aus nachhaltiger Landwirtschaft. Beim lokalen Baumkauf kann man auch mit dem örtlichen Förster in Kontakt treten. Oft kann er Bäume anbieten, die er bei Waldpflegearbeiten ohnehin fällen muss.

Eine Liste mit Verkaufsstellen von Öko-Weihnachtsbäumen findest du hier:

https://www.robinwood.de/sites/default/files/oeko-weihnachtsbaeume-robin-wood.pdf

Geschenke an Weihnachten nachhaltig verpacken – aber wie?

Same procedure as every year – immer dieselbe Prozedur: Das Geschenk wird so schnell wie möglich ausgepackt, das Geschenkpapier dabei wild in Fetzen gerissen und anschließend gleich entsorgt. Dazu gesellen sich Klebestreifen, Schleifen und Geschenkkarten. Für die Herstellung von Geschenkpapier verschwinden ganze Wälder und das nur damit das Papier gleich wieder im Müll landet. Das geht aber auch anders!

Bevor man den Kauf von Geschenkpapier in Erwägung zieht, sollte man zu allererst einmal den Haushalt nach Alternativen durchsuchen. Alte Zeitschriften, Buchseiten oder Notenblätter eignen sich zum Beispiel hervorragend zum Einpacken von Geschenken. Alte Landkarten, Comics oder Kalenderblätter sind sogar richtige Hingucker und viel schöner als kitschiges Geschenkpapier. Eine andere Möglichkeit ist zum Beispiel auch Pack- oder Backpapier, das mit Bastelzeug oder Stoffresten verziert werden kann. Wer trotzdem Geschenkpapier kaufen möchte, der sollte auf das Siegel „Der blaue Engel“ achten. Diese Geschenkpapiere bestehen aus Altpapier und sind daher ökologischer.

Weihnachtsbeleuchtung kann viel Strom fressenWeihnachtsbeleuchtung kann sehr viel Strom verbrauchen und sollte deshalb nachhaltig verwendet werden.

Gerade zur Weihnachtszeit ist es draußen oft länger dunkel als hell. Umso schöner ist es, das Haus, den Garten oder den Balkon mit Lichterketten, Lichtschläuchen, beleuchteten Weihnachtsmännern und anderen Leuchtmitteln zu erhellen. Auch der Weihnachtsbaum wird meist elektrisch beleuchtet. Hier ist es deshalb umso wichtiger auf den Stromverbrauch zu achten. Schon eine Lichterkette kann in 4 Wochen so viel Strom verbrauchen wie ein sparsamer Kühlschrank in einem halben Jahr.

Beim Kauf von Leuchtmitteln sollte man deshalb unbedingt auf die Leistungsangaben auf der Verpackung achten. Meistens empfehlen sich sparsame LED-Lichterketten. Ein guter Tipp um Strom zu sparen sind übrigens Zeitschaltuhren! Zur Mittagszeit, wenn es hell ist, und mitten in der Nacht, wenn alle schlafen, wird die Festbeleuchtung nicht benötigt. Mit Zeitschaltuhren lässt sich die Betriebszeit einstellen und die Beleuchtung stellt sich automatisch an und ab. Generell kann man bei der Weihnachtsdekoration im Haus auch mit Kerzen arbeiten, deren Licht ohnehin viel stimmungsvoller ist.

Nachhaltige Weihnachten sind keine Illusion. Wenn nur jeder ein bisschen mithilft und am Jahresende auch an unsere Umwelt denkt, so ist das schon ein Schritt in die richtige Richtung. Trage auch du deinen Teil bei und gib deiner Umwelt ein wenig davon zurück, was sie dir schenkt!

Frohe grüne Weihnachten wünscht gridX!

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