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Die Strompreise in Deutschland sind 2017 so hoch wie nie zuvor. Dies macht sich beim Endkunden in der Stromrechnung bemerkbar. Je teurer der Strompreis, umso rentabler wird es, den Stromverbrauch im Haushalt zu reduzieren und auf diese Weise bares Geld zu sparen. Immer wieder finden sich Geräte im Haus, die unnötig viel Strom verbrauchen. Dies ist uns oft gar nicht bewusst. Mit diesem Eintrag stellen wir dir die Top 10 versteckten Stromfresser vor. So kannst auch du den Stromräubern den Kampf ansagen!

TOP 10 – Kleinvieh macht auch Mist. Das gilt auch beim Stromverbrauch!

Unser Stromfresser TOP 10 ist das Netzteil. Hier lassen sich bis zu 20 Euro im Jahr einsparen.

Auf Platz 10 unserer Liste versteckter Stromfresser befinden sich kleine, unscheinbare und oft auch unsichtbare Teile, die geringe Mengen an Strom verbrauchen – und zwar konstant! Und vor allem auch völlig unnötig! In Summe kann das gerne mal 100 Euro Strom im Jahr kosten. Gemeint sind Netzteile! Rasierer, Handys, Notebooks, Drucker – sie alle hängen mit einem Netzteil am Strom und saugen oft, auch wenn keine Geräte angeschlossen sind, oder sie sich im Standby-Modus befinden. Leicht ausfindig machen lässt sich der unnütze Stromverbrauch bei externen Netzteilen. Wenn das Gerät warm ist, obwohl nicht in Betrieb, zieht es unnötig Strom und man sollte den Stecker ziehen. Schwieriger ist es, wenn das Netzteil eingebaut ist, wie zum Beispiel bei Stehlampen. Obwohl sie aus sind, ziehen sie oft sinnlos Strom. Ähnlich ist das bei Stereo-Anlagen, PC-Monitoren, Lautsprechern und CD-Playern. Hier empfiehlt sich eine Steckdosenleiste mit Kippschalter. Bei Nichtbenutzung legst du einfach den Schalter um und der Stromdieb ist von seiner Nahrungsquelle abgeschnitten.

TOP 9 – Kostet das Internet Strom?

Unser Stromfresser TOP 9 ist der Router. Hier lassen sich bis zu 20 Euro im Jahr einsparen.

In nahezu jedem Haushalt ist unser Platz 9 der versteckten Stromfresser heutzutage zu finden! So bekommen wir doch schon Schnappatmung, wenn das Internet mal ausfällt und wir keinen Zugriff auf unsere WhatsApp Nachrichten oder Facebook haben. Zum Zeitvertreib könnte man ja die Lieblingsserie gucken und warten bis das Internet wieder funktioniert. Ach ne, Netflix geht ohne Internet ja auch nicht. Jeder kennt ihn, doch die wenigsten haben ihn auf dem Schirm, wenn es ums Stromsparen geht: den Router. Er läuft rund um die Uhr und sein Verbrauch kann stark variieren, je nachdem, welche Funktionen aktiviert sind.  Es gibt jedoch Hoffnung: Du kannst mit ein paar leichten Änderungen in den Router-Einstellungen den Strombedarf deutlich senken. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel das Abschalten des WLANs nachts und tagsüber, wenn niemand zuhause ist. Bei DECT Telefongeräten lässt sich durch das Reduzieren der Funkleistung, wenn das Telefon in der Nähe ist, auch noch Strom sparen. Jeder Port, der von Gigabit auf Fast Ethernet gedrosselt wird, spart auch nochmal ein bisschen. Viele Router bieten auch einen Eco-Mode, den du in den Einstellungen auswählen kannst.

TOP 8 – Der Abwasch macht sich von alleine. Das kostet dann aber auch Strom!

Unser Stromfresser TOP 8 ist die Spülmaschine. Hier lassen sich bis zu 40 Euro im Jahr einsparen.

Abspülen und Abtrocknen ist eine der unbeliebtesten Hausarbeiten. Wie gut, dass es da die Spülmaschine gibt! Die verbraucht bestimmt viel Wasser, wenn sie spült. Falsch gedacht! Tatsächlich verbraucht die Maschine 50 Prozent weniger Wasser als Handspülen. Bei der Strombilanz sieht dieser Vergleich allerdings anders aus, weswegen sie auf unserem Platz 8 der versteckten Stromfresser gelandet ist. Im Durchschnitt rund sieben Prozent des Stromverbrauchs fallen in den Bereich Geschirrspülen. Bereits beim Kauf solltest du ein Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ in Erwägung ziehen. Es gibt zwar die Klassen A bis D, aber seit 2011 sind nur noch Modelle der Klasse A zum Verkauf zugelassen. A und A+ sind also mittlerweile die zwei schlechtesten Klassen, die in den Handel kommen dürfen. Beim Verbrauch kannst du ordentlich Strom sparen, wenn du die Maschine bei jedem Waschgang voll befüllst und öfters Kurzprogramme mit niedrigeren Temperaturen benutzt. Außerdem kannst du den Verbrauch halbieren, wenn du das Spülgerät ans Warmwasser anschließt.

TOP 7 – Alte Funzel an der Decke? Die bringt mehr Wärme als Licht und ist alles andere als sparsam!

Unser Stromfresser TOP 7 sind die Leuchtmittel. Hier lassen sich bis zu 50 Euro im Jahr einsparen.Auf unserem Platz 7 der versteckten Stromfresser befindet sich die Beleuchtung. Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht rund zehn Prozent seines Gesamtbedarfs an Strom für elektrisches Licht. Nun ist es bestimmt keine Alternative, im Dunkeln zu sitzen. Das ist aber auch gar nicht nötig! Energiesparlampen benötigen circa 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Wenn du also wirklich Strom sparen möchtest, solltest du zu allererst deinen Haushalt auf alte Leuchtmittel untersuchen und diese durch moderne LEDs oder Energiesparlampen ersetzen. Schau am besten gleich nach, ob sich nicht vielleicht in deiner Deckenlampe noch eine alte Glühbirne versteckt!

TOP 6 – Der Wäschetrockner liebt nicht nur einzelne Socken, sondern auch Strom

Unser Stromfresser TOP 6 ist der Wäschetrockner. Hier lassen sich bis zu 60 Euro im Jahr einsparen.Wäsche aufhängen, Wäsche wieder abhängen und zusammenlegen. Jeder kennt das Spiel. Um sich das lästige Aufhängen der Wäsche zu sparen, benutzen nicht wenige einen Trockner – unser Platz 6 unter den Stromfressern. Das elektrische Trocknen von Wäsche ist beim Stromverbrauch nicht zu unterschätzen. Um die 60 Euro muss ein Drei-Personen-Haushalt im Jahr fürs Trocknen aufbringen. Dies schmerzt gerade im Vergleich mit dem Lufttrocknen, denn das kostet gar nichts, außer Zeit. Willst du den Trockner dennoch nicht missen, achte darauf, dass die feuchte Wäsche vorher möglichst lange geschleudert wird. So muss weniger im Trockner verdunsten. Es ist auch nicht nötig, den Trockner auf höchster Stufe zu betreiben. Wenn du die Option „Schranktrocken“ wählst, ist das völlig ausreichend. Das Bügeln fällt dann leichter und die restliche Feuchte verfliegt im Schrank ganz von alleine. Bei einer Neuanschaffung lohnt es sich, gasbetriebene Geräte oder Trockner mit Wärmepumpentechnik zu kaufen.

TOP 5 – Leise summte der Kühlschrank vor sich hin und fraß dabei unablässig Strom…

Unser Stromfresser TOP 5 ist der Kühlschrank. Hier lassen sich bis zu 100 Euro im Jahr einsparen.Unser Stromfresser Platz 5 ist zwar weniger versteckt, verbraucht dafür aber ununterbrochen Strom. Kühlschränke laufen nämlich rund um die Uhr. Deshalb lässt sich hier auch einiges einsparen. Neben der Energieeffizienzklasse gibt es aber auch weit praktischere Möglichkeiten, wie du diesen Stromfresser eindämmen kannst. Bei vielen ist der Kühlschrank beispielsweise viel zu kalt eingestellt. Sieben Grad sind völlig ausreichend, um deine Lebensmittel frisch zu halten und den Verbrauch nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Beim Gefrierschrank reichen -18 Grad.  Bei der Platzierung der Kühlgeräte solltest du warme Orte – z.B. neben dem Ofen oder der Heizung – eher vermeiden. Das Gerät muss dann nämlich noch mehr kühlen. Zu warme Lebensmittel sollten außerdem nicht direkt in den Kühlschrank gestellt werden. Das Abkühlen einer heißen Suppe kann bis zu 20 Prozent mehr Strom verbrauchen als das einer zimmerwarmen. In einem gut sortierten Kühlschrank findet sich das gesuchte Lebensmittel übrigens deutlich leichter und die Türe muss nicht so lange offenstehen.

TOP 4 – Ein versteckter Stromfresser: die Heizungspumpe

Unser Stromfresser TOP 4 ist die Heizungspumpe. Hier lassen sich bis zu 160 Euro im Jahr einsparen.Unser Platz 4 auf der Liste der versteckten Stromfresser ist ein Stromvernichter, den man in vielen Haushalten wahrlich als versteckt bezeichnen kann. Im Gegensatz zum Herd oder Kühlschrank begegnest du diesem Stromfresser eher selten. Die Rede ist von der Heizungspumpe. Veraltete oder falsch eingestellte Heizpumpen können bis zu 800 kWh Strom im Jahr verbrauchen. Gerade alte Heizungspumpen sind oft Dauerläufer und arbeiten permanent mit hohem Einsatz. Mit einem Wechsel zu einer modernen Hocheffizienzpumpe, kannst du bis zu 80 Prozent Strom sparen. Sie passt sich nämlich dem Heizbedarf an und benötigt im Einfamilienhaus nur zwischen 15 und 20 Watt. Doch auch ein hydraulischer Abgleich kann schon Wunder bewirken. Oftmals ist die Heizungspumpe überdimensioniert und läuft auf einer zu hohen Stufe. Fließgeräusche in den Heizungsventilen entstehen, weil das Heizungswasser mit zu viel Druck durch die Heizungsanlage gepresst wird. Wenn dir solche Geräusche auffallen, dann einfach mal die Pumpe von Stufe 3 auf Stufe 2 stellen und damit Strom sparen.

TOP 3 – Kochst du gerne? Das kann teuer werden

Unser Stromfresser TOP 3 ist der Elektroherd. Hier lassen sich bis zu 170 Euro im Jahr einsparen.Sobald der Elektroherd angestellt wird, schießt der Stromzähler schon durch die Decke. In den meisten deutschen Haushalten wird das Essen mit Elektroherden zubereitet. Hierbei sind Glaskeramik-Felder bereits wesentlich effizienter als gusseiserne Platten. Dennoch kostet es viel Energie, bis sich die Platte erhitzt und nach dem Abschalten strahlt sie noch lange unnötige Hitze ab. Hier zahlt es sich nach Möglichkeit aus, auf Gas- oder Induktionsherde umzusteigen. Der Gaspreis liegt weit unter dem Strompreis und Induktionsherde verbrauchen bis zu 40 Prozent weniger als die gusseisernen Geschwister. Doch auch bei einem herkömmlichen Herd lässt sich leicht Strom einsparen. Das Nudelwasser bringst du am besten mit dem Wasserkocher zum Kochen und gießt es dann in den Topf. Selbigen solltest du immer passend zur Plattengröße wählen, um nicht unnötig Energie zu verschwenden. Brötchen bäckst du wesentlich kostengünstiger auf dem Toaster mit Aufsatz auf als im Backofen! Der Verzicht auf das Vorheizen des Backofens beim Backen kann den Energieverbrauch außerdem um bis zu 20 Prozent reduzieren.

TOP 2 – 65 Zoll, 4K-Ultra HD Plasma-TVs sind nicht nur in der Anschaffung teuer

Unser Stromfresser TOP 2 ist der Fernseher. Hier lassen sich bis zu 180 Euro im Jahr einsparen.Auf Platz 2 der versteckten Stromfresser befinden sich Monitore und Fernseher. Hierbei ist besonders bei älteren Modellen der Stromverbrauch überraschend hoch. Doch auch beim Kauf neuer Modelle sollte unbedingt auf den Verbrauch geschaut werden. Je größer der Plasmafernseher, desto mehr Strom wird auch benötigt. Umso wichtiger ist, dass du dich schon vor dem Kauf über die Energieeffizienzklasse informierst. Ein Fernseher mit A+++ Effizienzklasse verbraucht im Vergleich zu herkömmlichen TVs bis zu 60 Prozent weniger Strom. Auch hier empfiehlt es sich, auf den Standby-Modus zu achten. Sehr häufig schlummern die Geräte nur, um beim nächsten Einsatz schnellstmöglich bereit zu sein und fressen dabei unablässig.

TOP 1 – Desktop-PCs sind wahre Schluckspechte

Unser Stromfresser TOP 1 ist der Desktop-PC. Hier lassen sich bis zu 200 Euro im Jahr einsparen.Auf unserer Bestenliste der Stromräuber steht ganz oben nicht etwa die Waschmaschine oder der Kühlschrank, sondern – wer hätte das gedacht – der Desktopcomputer. Gerade ältere Rechner sind regelrechte Stromfresser. Bei manchen Haushalten schafft allein der PC einen Jahresverbrauch von 500 kWh! Auch bei geringerer Nutzungszeit sollte das komplette Ausschalten des Computers nicht vergessen werden. Alleine im Standby-Modus brauchen Desktop-PCs immer noch bis zu 20 Watt! Doch ausschalten reicht bei PCs und Laptops oft nicht. Insbesondere bei Laptops ziehen viele Netzteile weiter Strom, auch wenn der Akku vollgeladen ist. Am besten bekämpfst du dieses Problem mit Steckerleisten mit Kippschalter. Einmal den Schalter umgelegt und du hast den hinterhältigen Stromfressern direkt die Nahrungsquelle abgeschnitten. So kannst du deinen Stromverbrauch reduzieren und damit bares Geld sparen.

Welche unserer TOP 10 versteckte Stromfresser treiben bei euch ihr Unwesen? Konntet ihr schon ein paar ausfindig machen?

 

Wie du sonst noch Strom sparen kannst, erfährst du auch in unseren anderen Blogeinträgen:

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